Schimmelpilze sind ein natürlicher Teil unserer Umwelt. Ihre Sporen sind fast überall zu finden, also auch in Innenräumen. Sie sind normalerweise harmlos. Übersteigt allerdings die Schimmelkonzentration ein bestimmtes Maß, kann es zu erheblichen gesundheitlichen Problemen für die Bewohner kommen. Die Gründe für das Wachstum sind Ihnen ja schon bereits bekannt.
Oftmals entwickeln sich Schimmelsporen im Verborgenen. Ein modriger, muffiger Geruch oder erste dunkle Flecken an Wänden, Decken oder Mobiliar weisen auf das bestehende Problem hin.
Achtung! Schimmel muss nicht immer sichtbar sein.
Das Schimmelpilzwachstum im Innenraum wird hauptsächlich durch drei Faktoren bestimmt:
| I. | Feuchtigkeit | |
| II. | Nährstoffangebot | |
| III. | Temperatur |
Schimmelpilze können eine Vielzahl von Materialien als Nährboden nutzen, wie zum Beispiel:
diverse Holzarten, Spannplatten
Papier, Pappe, Karton (auch Gipskarton)
Tapeten, Tapetenkleister
Kunstoffe, Gummi, Silikon (ohne pilzhemmende Zusätze)
Teppichböden, Kleber für Fußbodenbeläge
Farben, Lacke
Leder
Auch in und auf Zement und Beton kann Schimmelpilzwachstum vorkommen. Schimmelpilze können außerdem auf Materialien wachsen die selber keine Nährstoffe abgeben, wenn sich organische Partikel und Stäube aus der Luft auf diesen abgesetzt haben. (zum Beispiel auf Glas).
Schimmelpilze können auf Materialien nur wachsen, wenn eine bestimmte Mindestfeuchte vorhanden ist. Dabei ist nicht die Gesamtfeuchte des Materials ausschlaggebend, sondern nur das den Pilzen zur Verfügung stehende “freie” Wasser. Diese können auch dann auf und in Materialien wachsen, die nicht sichtbar nass sind. Es genügt eine relative Luftfeuchtigkeit von ungefähr 80% an der Oberfläche des Materials.
Besonders gute Wachstumsbedingungen finden sich immer dann, wenn es zu Tauwasserbildung auf oder im Material kommt.
Beispiel:
Trockenbau / Schlafzimmer Sp1= 11.7C° Tauwasserausfall.
Hier wurden giftige Kl. II Schimmelsporen gefunden.